Sexratgeber sollen uns eigentlich Aufschluss geben, was richtig im Bett ist, und was nicht. Allerdings fallen die meisten dieser Publikationen bei führenden Psychologen schlichtweg durch. Jetzt räumen neue psychologische und soziologische Untersuchungen mit alten Vorurteilen auf:
1. Männer wollen immer
Er hat Lust auf Sex, sie hat ihre Tage, soweit das alte Klischee. Die Wahrheit ist, dass bei etwa 50 Prozent der glücklichen Paare der Wunsch nach sexueller Nähe etwa gleich stark ist. Bei jeweils 25 Prozent hat einer der Partner eine stärkere Libido. Allerdings sind sowohl lustlose Kerle als auch sexhungrige Frauen Tabuthemen, über die nicht gern gesprochen wird.
2. Der erotische Appetit ist rein triebgesteuert
Die wissenschaftlichen Studien kommen zu einem anderen Ergebnis: Es ist unmöglich, dass ein Mensch unzufrieden mit der Arbeit ist, keine Freunde oder Hobbys hat und gleichzeitig ein leidenschaftliches Sexualleben führt.
3. Ehe-Erotik wird langweilig
Keine Untersuchung konnte belegen, dass es im Ehebett langweilig werden muss. Allerdings stimmt es, dass die sinnliche Begierde nach dem Hormontaumel der ersten Verliebtheit seltener wird. Dafür wird der Sex bei glücklich zusammenlebenden Paaren durch zunehmende Vertrautheit lustvoller, intensiver und inniger.
4. Lust vergeht im Alter
Auch die Experten kommen zu dem Schluss, dass jüngere Menschen sexuell aktiver sind, und Paare, die Kürzer zusammen sind häufiger Sex haben. Das liegt aber nicht an einer altersbedingten Abnahme der Libido, sondern an einer wie auch immer gelagerten, ungleichen Machtverteilung innerhalb der Partnerschaft.
5. Zwei Mal die Woche ist normal
Wissenschaftler sehen übersteigerte Erwartungen als Hauptgrund für Unsicherheit und Unzufriedenheit bei der Häufigkeit beim Sex. Die daraus resultierende Frustration ist Lustkiller Nummer 1. Dabei sind die Deutschen weltweit mit Abstand am zufriedensten mit ihrem Sexualleben. Etwa jeweils 60 Prozent der Männer und Frauen haben ihren Spaß im Bett. Bei Schlusslicht Japan sagen das nur knapp 20 Prozent der Männer und nur zehn Prozent der Frauen.
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